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Jan.

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Blog Führerschein Prüfung
Werbung | Verfasst von Boris

Ablauf der praktischen Motorradprüfung

Die praktische Motorradprüfung ist kein Hexenwerk. Ich erkläre dir, was dich erwartet inkl. Tipps und Tricks zur Prüfung.



Inhaltsverzeichnis

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Eigentlich unterscheidet sich die praktische Motorradprüfung nicht von dem Ablauf deiner Fahrstunden. Ach, du machst noch gar keinen Motorradführerschein, sondern hast es vor? Doch  was kostet ein Motorradführerschein Klasse A eigentlich? Dort erzähle ich dir alles über die Kosten eines Motorradführerscheins. Falls du dich noch in der Probezeit befindest mach dir bitte auch Gedanken darüber. Denn  zu schnell in der Probezeit oder geblitzt in der Probezeit kann für dich erhebliche Konsequenzen haben. Mit einem kleinen Trick allerdings kann man  viel schneller Motorrad fahren, als erlaubt, ohne Punkte oder Fahrverbot aufgedrückt zu bekommt.

Los geht's - Ablauf einer Motorradprüfung. Alles, was du in der praktischen Prüfung vorführen und anwenden musst, hast du schon zig-fach in den Fahrstunden geübt und unter Beweis gestellt. Manche Dinge kannst du auch zuhause üben, z. B. die Vor-Abfahrtkontrolle (Fahrtantritt-Check). Falls du noch kein Motorrad hast, solltest du dir aber erst ein gebrauchtes Motorrad kaufen, hier ein paar Tipps. Ein fabrikneues Bike würde ich als Fahranfänger noch nicht kaufen. Bereits vor der Anschaffung solltest du darüber nachdenken, ob du dein Motorrad kaufen oder finanzieren möchtest, denn dank kleiner Zinsen ist auch ein Kleinkredit durchaus interessant.

Der Ablauf einer praktischen Motorradprüfung

Vorstellung und Kontrolle der Schutzausrüstung

Schutzausrüstung und Schutzkleidung für Motorradfahrer, der Rückenprotektor

Bevor die eigentliche Prüfung beginnt, wird sich dein Fahrprüfer vorstellen. Möglicherweise wird er dir auch nett auf den Rücken klopfen. Das ist aber keine Einladung zum Feierabendbier, sondern schon der erste Schritt der Prüfung. Allerdings der Schritt, der dich noch nicht viel Mühe kostet. Der Prüfer möchte nämlich feststellen, wie es um deine persönliche Schutzausrüstung bestellt ist. Durch einen Klopfer auf den Rücken prüft er nämlich, ob du einen Rückenprotektor trägst. Der Rückenprotektor ist nämlich der einzige Teil deiner Schutzausrüstung, den er nicht sehen kann. Alle anderen Komponenten (Stiefel, Jacke, Hose,  Klapphelm oder Integralhelm, Handschuhe) sieht er nämlich. Und Motorradprüfer haben einen geschulten Blick, was Schutzkleidung betrifft. Bitte trage daher auch keine billige Schutzausrüstung aus China. Das kann dir deine Prüfiung zerhageln und dich später das Leben kosten. Ohne diesen Rückenprotektor ist die Prüfung übrigens bereits gelaufen. Und dabei hat sie noch nicht einmal richtig begonnen. Ob du aber Textil oder Leder trägst, ist dem Prüfer herzlich egal. Dort gibt es keine speziellen Vorschriften, dass Leder oder Textil getragen werden muss. Kaufe dir das, was dir besser gefällt. Natürlich gehen die  Meinungen, ob Leder oder Textil besser ist, weit auseinander. Aber im gerade verlinkten Beitrag zähle ich mal die Fakten auf. Stöbere ruhig mal durch die Leder- und Textil Möglichkeiten.

Stelle sicher, dass du über die richtige Schutzkleidung und Schutzausrüstung für die Motorradprüfung und das Motorradfahren verfügst. Der Prüfer achtet darauf und deine spätere Sicherheit wird es dir danken.

Eine Motorradprüfung ist auf eine Prüfungsdauer von 60 Minuten angesetzt. Begrüßung und die Kontrolle der Schutzausrüstung zählen schon als Prüfungszeit.

Die Formalien, Ausweiskontrolle sowie Kontrolle der Prüfungsgebühren

Bevor dich ein Prüfer wirklich prüfen darf, muss er deine Identität prüfen, damit du keinen anderen für dich fahren lässt. Er wird sich deinen Personalausweis zeigen lassen. Nimm diesen also in jedem Fall mit. Ohne Kontrolle eines amtlichen Ausweisdokuments darf er dich nicht prüfen.

Manche Fahrschulen übernehmen die Sache mit den Prüfungsgebühren für dich, du zahlst diese direkt an die Fahrschule, die Fahrschule überweist diesen Betrag weiter. Bei manchen Fahrschulen verzichtet man darauf. Du musst diese dann selbst an den TÜV (oder die DEKRA) überweisen. Meine Fahrschule macht dies z. B. so. Bringe bei letzterem Fall am besten einen Überweisungsnachweis mit. Ist nur ein Blatt Papier, eben ausdrucken, in die Hosentasche, fertig.

Die Theorieprüfung in der praktischen Motorrad Prüfung - was kann der Prüfer fragen?

Was kann der Motorradprüfer fragen, hier die Beschriftung und Kennzeichnung von einem Motorradreifen

Theorieprüfung hast du schon gehabt? Stimmt. Aber viele Prüfer werden dich nun ein wenig Theoriewissen über das Motorrad oder das Motorradfahren abfragen. Manche Prüfer verzichten da auch drauf. So war es bei meiner Freundin. Andere Prüfer fragen ein paar Fragen. Aber auch das hast du in der Führerscheinausbildung gelernt.

Das können Fragen sein wie z. B. »Was können Sie mir über Ihre Motorradreifen sagen?« oder »Was fällt Ihnen zum Thema Bremsflüssigkeit ein?« sein.

Über die  Fragen, die der Prüfer in der praktischen Motorradprüfung fragen könnte habe ich einen separaten Beitrag geschrieben. Beantworte diese Fragen kurz und knapp, der Prüfer möchte keine Romane hören.

Die Vor-Abfahrtkontrolle (Fahrtantritt-Check)

Die Vor-Abfahrtkontrolle oder auch Fahrtantritt-Check bei der praktischen Motorrad Prüfung

Die Vor-Abfahrtkontrolle umfasst die Überprüfung deines Motorrades auf Funktion aller wichtigen Komponenten und auf Verkehrssicherheit. Das kennst du sicher bereits aus deiner Fahrschulausbildung. Es kann vorkommen, dass der Prüfer von dir verlangt, ihm diese Überprüfung zu zeigen (Blinker, Bremsen, Beleuchtung, Reifen etc.). Manche Prüfer fragen nicht explizit danach sondern gehen davon aus, dass du dies bereits erledigt hast. Es kann aber auch sein, dass der Prüfer zu dir sagt: »Machen Sie sich schon einmal abfahrbereit« und geht anschließend noch mal weg. Richte dich aber darauf ein, dass er aus dem Augenwinkel zu dir rüber schaut. Jetzt überprüfst du deine Maschine genau so, wie du es in der Fahrschule gelernt hast. Dabei solltest du, und das gilt auch für deine spätere Praxis nach bestandener Prüfung, stets eine vollständige Vor-Abfahrtkontrolle durchführen (Fahrtantritts-Check).

Die Grundfahraufgaben

Bis jetzt hast du ca. 5-10 Minuten bei der Prüfung verbracht. Prüfer und Fahrlehrer werden nun mit dir auf eine abgelegene Strecke fahren, um dort die Grundfahraufgaben abzuprüfen. Das kann ein Parkplatz sein, eine Nebenstraße in einem Industriegebiet, aber auch ein spezieller Übungsplatz. Die Grundfahraufgaben kennst du ja schon. Während der einzelnen Grundfahraufgaben kann es sein, dass du deine Instruktionen per Funk direkt vom Prüfer bekommst, während deiner Fahrlehrer schon die nächste Übung vorbereitet, z. B. Pilonen aufstellt. Viel Zeit für Klatsch und Tratsch ist dort nicht. Die Übungen werden direkt hinter einander abgefahren.

Dort wirst du die folgenden Grundfahraufgaben fahren:

  • Schrittslalom
  • Slalom (oder langer Slalom) mit etwa 30 km/h
  • Stop and Go (oder Schrittgeschwindigkeit geradeaus oder Kreisfahrt)
  • Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung (aus 50 km/h, Vollbremsung, Gefahrenbremsung)
  • Ausweichen mit Abbremsen
  • Ausweichen ohne Abbremsen

Bei Schrittgeschwindigkeit-Aufgaben kann es sein, dass der TÜV oder DEKRA Prüfer neben dir her geht, damit die Schrittgeschwindigkeit auch wirklich gewahrt wird. Auf die Kreisfahrt wird häufig verzichtet, da diese Aufgabe "nebenbei" über einen Kreisverkehr abgeprüft wird. Der Prüfer möchte dort sehen, dass du z. B. in der Lage bist, dich in die Kurve zu legen oder die Motorrad-Fahrtechnik Drücken kennst. Die Grundfahraufgaben sollten in 10-15 Minuten erledigt sein. Damit hast du bereits rund 20 Minuten deiner Prüfung hinter dich gebracht (Begrüßung und Ausweiskontrolle / Kontrolle der Schutzausrüstung bei TÜV oder DEKRA sind bereits Prüfungszeit).

Die Prüfungsfahrt - was prüft der Prüfer?

Nach erfolgreichem Ableisten der Grundfahraufgaben kommt die Prüfungsfahrt. Diese kann nun noch rund 40-45 Minuten dauern. Inhalt dieser Prüfungsfahrt sind klassische Gegebenheiten des normalen Straßenverkehrs.

Dazu gehören z. B.:

  • Rechts vor Links Situationen
  • Zweispuriges Abbiegen
  • Autobahnauffahrt / Autobahnabfahrt / Autobahnkreuz, sofern vorhanden
  • Zebrastreifen-Situationen
  • Rechtsabbiegerpfeile
  • Stopschilder
  • Überholmanöver
  • Bushaltestellen
  • Spielstraßen
  • Abknickende Vorfahrtsstraße

Fahrprüfer haben oft ihre persönlichen Lieblingsstrecken. Du wirst die soeben genannten Punkte abfahren, ohne es wirklich zu merken. Die Zeit vergeht nämlich wie im Flug. Du bist wahrscheinlich hochkonzentriert und spulst dein Programm ab. Gut so, konzentrier dich nicht auf die Prüfung, sondern auf dein Motorrad und den Straßenverkehr.

Und dann kommt der Moment in dem du merkst, dass der Prüfer dich zurück zum TÜV (oder DEKRA) Gelände führt. Ich habe erst rund 50 Meter vor'm TÜV Gelände überhaupt realisiert, dass die Prüfung wohl zu Ende ist. 2 Stunden später fuhr ich dann mit meiner eigenen Maschine durch die Gegend. Ohne Fahrlehrer, ohne Prüfer. Ja, mit Motorradführerschein :-)

Tipps und Tricks für die praktische Prüfung

Wie ich ganz oben geschrieben habe: Die Motorradprüfung unterscheidet sich fast gar nicht von deinen Fahrstunden. Alles, was du hier abfrühstückst, hast du auch in deinen Fahrstunden gemacht. Mir hat es geholfen, während der Prüfung nicht an die Prüfung zu denken. Ich habe mir einfach vorgestellt, es sei eine Fahrstunde.

Wenn dir ein Fehler in der praktischen Prüfung passiert, lass dich nicht aus der Ruhe bringen

Wenn du einen Fehler gemacht hast, lasst dich nicht aus der Ruhe bringen. Grundfahraufgaben in den Fahrstunden haben prima geklappt, und auf einmal wirfst du bei den Grundfahraufgaben in der Prüfung eine Pilone um? Scheiß drauf. Das passiert. Der Prüfer wird dich die Aufgabe wiederholen lassen. Bevor du die Wiederholung fährst, bleibe stehen, Maschine in den Leerlauf, tief durchatmen, Kopf nach oben, als würdest du in den Himmel schauen. Der Prüfer wird sehen, dass du eben einen Augenblick brauchst, um dich nach deinem Fehler zu sammeln. Genau das ist mir nämlich auch passiert. Fange aber nun keinesfalls an, dir zu überlegen, was du falsch gemacht hast. Das geht schief. Überleg dir auch nicht, die Übung jetzt anders zu fahren. Das geht auch schief. Fahr sie einfach nochmal - so, wie du es gelernt hast.

Zeige dem Prüfer, was du kannst (Betonung liegt auf zeigen)

Sei Schauspieler, so sagte mein Fahrlehrer immer. Wenn du an einen Zebrastreifen fährst und dich nach links und rechts nach Fußgängern umschaust oder Schulterblicke machst, mache sie so überdeutlich, dass der Prüfer dies zweifelsfrei erkennt. Drehe den Kopf deutlich. Ein kleines Zack-Zack-links-rechts erkennt der Prüfer möglicherweise nicht, er fährt ja in einem gewissen Abstand zu dir hinterher.

Wie du siehst, so viele Tipps gibt es eigentlich gar nicht von mir. Warum? Weil es einfach nicht besonders viel zu sagen gibt. Fahr so, wie du es gelernt hast. Deine Fahrprüfung ist nichts anderes als eine normale Fahrstunde mit einem Zuschauer. Ganz einfach.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der praktischen Motorradprüfung und viel Spaß bei der ersten Alleinfahrt


So long
DLzG

Euer Boris

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Über den Autor Boris Krones

Über den Autoren Boris

Boris ist 36 Jahre jung und Softwareentwickler, Journalist und Biker mit Herz und Seele und aus tiefster Überzeugung. Mopedführerschein im April 2018 gemacht, gebrauchte GSXR1000 K1 gekauft macht er die Straßen unsicher. Und weil ihm das alles so sehr gefällt, schreibt er nun als Biker für Biker und solche, die es werden wollen.

Hauptberuflich betreibt er eine der bekanntesten kostenlosen GPS Tracking Portale Europas.

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